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Erledigterklärung "aus esoterischen Gründen…."

Ja, DAS hatte ich auch noch nicht, jedoch sagte meine Oma schon immer „…et jit nix, wat et nit jit“…also insofern …

Es ging um eine Markensache, die der Abmahnerin in der Tat sprichwörtlich kein „Glück“ gebracht hat…

Der Kollege auf der Gegenseite ist geflippt, als ich ihm schrieb, dass der Anspruch seiner Mandantin nicht nur völlig an den Haaren herbeigezogen, sondern – selbst wenn- mangels markenmäßigen Gebrauch völlig für die Tonne ist.

Darauf hin hat er mich (moi!) abgemahnt wegen angeblicher „Impressumspflichtverletzung“. Da hab ich mich geärgert…und zwar wegen des Mehraufwandes („…als würd ich hier den ganzen Tag sitzen, und mir zwischen den Zehen pulen…“) und hab kurzerhand negative Feststellungsklage (also auf Feststellung, dass seine Abmahnung Quatsch ist) beim LG Köln eingereicht, noch Sonntags eingeworfen…und ihm auch nur mitgeteilt, dass ich bezüglich der Markensache weitergehende Stellungnahme erwarte…und er bezüglich „meiner Abmahnung“ demnächst Post von mir gleich durchs Gericht bekommt.

In einem „persönlich/vertraulich“ addressierten Brief habe ich den Kollegen dann noch zusätzlich (und so gehört’s auch richtig, …und nicht in den Schriftsatz!) darauf hingewiesen, dass er mit Selbstverständlichkeiten auf seiner Seite wirbt …und noch so ein paar Kleinigkeiten, die ICH bei ihm gefunden habe…kurze Frist…und ansonsten würde ich seine Kammer mal fragen, ob die das nicht genauso sehen!

Nachdem er montagmorgens wohl das Fax vorab bekommen hatte, erklärte er prompt seine Sache gegen mich für „erledigt“ …sinngemäß „von wegen Späßle“.  Und seine Seite hätte „er eben mit dem zuständigen Herrn X von der Kammer gemeinsam schon geändert, die Änderungen wären schon online…zu meiner Kenntnisnahme…“ Darüber hinaus sei er jetzt auf Fortbildung und bitte um einige Tage Fristverlängerung…“seine Mandantin wollte über meinen Schriftsatz nachdenken“.

In der Zwischenzeit: Meine Mandantin bekommt einen Anruf von seiner (!) Mandantin, die sinngemäß meinte, „dass man doch eigentlich auf einer Wellenlänge schwebe..“ Meine Mandantin blieb cool, verwies auf mich und bestand auf Übernahme der Anwaltskosten, die ihr angefallen sind.

Der Kollege schreibt darauf, dass seine Mandantin für erledigt erklärt…“seine Mandantin habe empfunden, dass da eine tiefgehende Bindung zwischen meiner Mandantin und ihr bestanden habe und daher….“

Na, hin und wieder gönne ich mir auch mal Räucherstäbchen von L’occitane, aber so was? Und in meiner Sache gegen mich „Späßle?“ Nö! So schon mal gar nicht!

Ich dem Kollegen zurückgeschrieben, dass ich auf die Erledigterklärung und Kostenübernahme in beiden Fällen warte, sonst lösch ich seiner Mandantin die Marke, Klage auf Schadensersatz und in eigener Sache ziehe ich die negative Feststellungsklage durch.

…da meldet sich ein Kollege aus dem fernen Norden für den Gegnerkollegen. Auf dem Briefkopf nicht mal ne Steuernummer, Online-Faxnummer…und meinte, dass sein Mandant zwar über die Stränge geschlagen sei, aber das sei doch nicht so wüst…aber die Forderung meiner Kosten plus Gerichtskosten…naja, er wollte halt vermitteln.

Da ich für so einen Quatsch auch keine Zeit habe, habe ich dem nordischen Kollegen geschrieben, dass der Kollege die Gerichtskosten zu übernehmen habe und dann sei gut. Der nordische Kollege wollte aber weiterverhandeln…rief auch bei mir an. Wollte den Streitwert auf 3000 Euro drücken …“und von der Gerichtsgebühr wolle sein Mandant die Hälfte…“ Weiter kam er dann aber auch nicht mehr, da ich dann echt sauer wurde, ob der Zeitverschwendung. War aber noch so lieb, ihn drauf hinzuweisen, dass er – selbst wenn er gewänne -nichtmal die Reisekosten bekäme…

Zwei Stunden später hatte ich vom Kollegen die Erledigterklärung PLUS Kostenübernahme PLUS Kontoauszug aufm Fax!

Eben bekomme ich ein Fax. Es war besagter Kollege, diesmal bezüglich der Markensache:

„…Sie hatten eine Frist (zur Kostenübernahme-  und Erledigterklärung) bis Mittwoch (…) gesetzt….Namens und im Auftrage meiner Mandantin stelle ich hierzu fest: 1. Meine Mandantin hat die Sache für erledigt erklärt. Diese Entscheidung beruht auf den Ihrer Auftraggeberin gegenüber geäßerten esoterischen Beweggründen.“

Und weiter „…auf jeden Fall sei sie bereit, die Kosten meiner Inanspruchnahme zu übernehmen …seine Mandantin bittet um Ratenzahlung…“

Sowas hatte ich aber auch noch nicht! Ich meine, mir ist der Grund ja egal… Hauptsache, die Kosten werden übernommen. Klar, meine Mandantin wird mit Sicherheit ne Ratenzahlung gewähren…aber bitte nicht in Räucherstäbchen…

…und darauf mache ich mir jetzt eins an :-))

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    2 Kommentare
    1. Pingback: Tweets die Erledigterklärung “aus esoterischen Gründen….” erwähnt -- Topsy.com

    2. rennwagenreinhard / 03 Nov 2009

      Aprpos Räucherstäbchen: Geht diese Selbstbeweihräucherung nicht ein wenig sehr weit?

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