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Das Geschäft mit der Angst – mit einer „großen Lüge“ und unter Ausspielung eines überforderten Gerichtssystems kann man leicht Millionen machen!

„Das Geschäft mit der Angst – mit einer „großen Lüge“ und unter Auspielung eines überforderten Gerichtssystems kann man leicht Millionen machen!“

Prolog

Einer der größten Lügner und Verbrecher der Geschichte, hat es mit Glaubwürdigkeit der großen Lüge im Vergleich mit der kleinen Lüge einmal auf Punkt gebracht:

„In der primitiven Einfalt ihres Gemütes fallen die Menschen einer großen Lüge leichter zum Opfer als einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im kleinen lügen, jedoch vor zu großen Lügen sich doch zu sehr schämen würden. Eine solche Unwahrheit wird ihnen gar nicht in den Kopf kommen, und sie würden an die Möglichkeit einer so ungeheuren Frechheit der infamsten Verdrehung auch bei anderen nicht glauben können, ja selbst bei Aufklärung darüber noch lange zweifeln und schwanken und wenigstens irgendwelche Ursache doch noch als wahr annehmen.“

(zitiert nach Paul Graig Roberts in seinem Essay 2009: „Warum Propaganda die Wahrheit übertrumpft“)

Und anschließend wurde dies beim Reichstagsbrand umgesetzt… alle haben es geglaubt, niemand wagte auch nur zu wähnen, dass es nicht stimmen könnte, die Lüge wäre zu krass gewesen…

Daher: Das mit den „großen Lügen“ kann sich leider jederzeit wiederholen… die Lüge muss nur fett genug sein und energisch genug behauptet werden! Es ist ein psychologisches Prinzip. Je lauter gebrüllt wird, umso weniger wird hinterfragt. Zeit, das „Warum“ zu hinterfragen.


 

I) 

Zur Historie der Abmahnung und Ausblick, warum diese „Streaming-Abmahnungen“ nur heiße Luft sind – der Abmahner sich aber durch die Sofortzahler eine goldene Nase verdient, und zwar NUR, weil die Abgemahnten panisch werden!

Abmahnungen werden hier in der Kanzlei seit über 10 Jahren bearbeitet, die Abmahnwellen kamen und gingen, auch der nun besonders bekannt gewordene Herr Urmann ist hier kein Unbekannter.

Die Kanzlei hieß im Jahre 2007 noch „KUW“ und nicht „U+C“ und machte sich einen Ruf durch Pornoabmahnungen, die Namen hatten, die selbst mir die Schamesröte ins Gesicht trieben. Herr Urmann war damals schon dabei. Zu dieser Zeit war es auch noch so, dass die Auskünfte über die Anschlussinhaber von den Providern nicht über die Landgerichte in Form von Auskunftsbeschlüssen gingen, sondern über die Staatsanwaltschaften. Was zur Folge hatte, dass diese völlig überlastet waren und ein halbes Jahr mit den Akten im Rückstand. Bei einer hier vorliegenden Abmahnung, die aus faktischen Gründen einfach nicht sein konnte, wurden wir aber stutzig. Der angebliche Feststellungszeitpunkt war nur 3 Wochen VOR der Abmahnung – zu damaligen Zeiten völlig (zeitlich) unmöglich! Ein Anruf bei der Staatsanwaltschaft Essen bestätigte, dass die Daten über den Mandanten auch noch nicht vorlagen- und keiner konnte sich erklären, wie die Kanzlei an die Daten von dem Mandanten kamen.

Also wurde Strafanzeige gegen die Kanzlei erstattet. Was passierte? Einstellung nach § 170 II StPO, was soviel heißt wie „Wieso? Warum Anzeige? Da ist doch nichts!“

Screenshot der Einstellungsmitteilung der Staatsanwaltschaft Regensburg:

Dabei ging es gar nicht um „berechtigte Interessen“, sondern um die Frage, wie die Kanzlei meinem Mandanten eine Abmahnung schicken konnte, obwohl sie über die Adressdaten zu diesem Zeitpunkt nicht verfügt haben konnte! Komisch: Beide Staatsanwälte aus Essen hatten mir telefonisch bestätigt, dass am 12.10.2007 keine Daten über meinen Mandanten vorlagen, die Abmahnung war datiert (!) auf den 10.10.2007, die Einstellung des angeblichen Verfahrens meines Mandanten erfolgte angeblich am 23.10.2007. Dennoch stellte die StA Regensburg ein.

 

 

II) 

Warum die Abmahnungen nun eines der größten Luftgebilde aller Zeiten sein könnten, aber niemand wagt, das auch so zu sagen – und selbst das LG Köln fällt darauf rein!

 

1) Austricksen der Psyche:

Bisher gab es keine Streaming-Abmahnungen, daher reden alle davon, dass es „eine rechtliche Grauzone sei“. Dabei ist das – zivilrechtlich- gar nicht so umstritten, es sind die Straf(!)richter in einer Kino.to-Entscheidung, die es nicht verstanden haben und aus rechtspolitischen Gründen wohl etwas kriminalisieren wollten, was nicht sein durfte! Und das, obwohl hier die verurteilt wurden, die „hochgeladen“ hatten – aber dass das verboten ist, ist klar. Dass sich das AG Leipzig zusätzlich noch äußerte, was mit denen eigentlich sein sollte, die geguckt hatten, was – sozusagen- eine Zugabe. Allerdings überflüssig wie falsch.

Denn es gibt einen Paragraphen für „Streaming“ im Urhebergesetz („§ 44a“), der genau das erlaubt, was die Strafrichter nicht sehen wollten oder konnten, nämlich dass Streaming-“Speicherungen“ technisch notwendig sind und daher erlaubt. Was machen die Strafrichter in dem Urteil, was Urmann zitiert? „§ 44 a UrhG findet keine Anwendung“. Ach, und warum? Nun, es gab keine Begründung, in Leipzig sagte man einfach „iss so!“. Und dank dessen beruft sich nun Herr Urmann auf dieses Urteil.

Es gibt Aufsätze, Kommentierungen… alle sagen, dass Streaming zulässig ist- aber ER kommt nun und suggeriert dem juristischen Laien:

„SIE HABEN SICH STRAFBAR GEMACHT!“

Jeder, der so ein Schreiben bekommt – und vor allem juristische Laien- verstehen es nicht. Man sieht es im Internet. Alle ratlos. Hier wird gezielt – wie damals mit den üblen Pornonamen- auf die Psyche der Abgemahnten eingewirkt! Man sagt jemanden „Du Straftäter“ und der denkt sich „wieso?“ und versteht die Welt nicht mehr, da er dachte, dass es ja eigentlich legal sei… wer will schon ein Straftäter sein? Oder etwas mit illegalen Tauschbörsen zu tun haben.

Ein Mandant meinte zu mir „mein Sohn muss sich einen Virus gefangen haben, denn der kennt die Seite nicht einmal, ist aber rot geworden, weil er schon einmal auf Youporn war, um Himmels willen, nicht, dass da noch mehr kommt, ist der dann vorbestraft? Der Junge fängt gerade erst seine Ausbildung an….“ Oh ja oh ja, es funktioniert! Das Geschäft mit der Angst. Statt dass der Frage nachgegangen wird, wie hier überhaupt ein Video denn angeblich angesehen werden konnte, also OB überhaupt, stellt sich dem Abgemahnten eher die Frage nach den Folgen, also WIE der Abmahner die jetzt „womöglich fertig machen wird!“!

Und dann kommen die SOFORTZAHLER! Bloß nichts mit dem kriminellen Zeug zu tun haben … wenn das die Frau erfährt….

Und sie zahlen! 20 % – so die Statistiken- zahlen ALLES, was man von ihnen verlangt! ALLES! Ohne Murren! Die zeichnen alles und zahlen! „Bloß weg damit“ und „hoffentlich wird es nicht noch schlimmer“. Ein Mandant hatte 3 Tage Alpträume, bevor er sich bei mir meldete!

Schlimmer machen es dann noch die scheinheiligen Anwaltskollegen, die überall marketingtechnisch Presse machen… nur um sinngemäß anzumerken: „Aha, DAS war erst der Anfang…wir haben jetzt schon mehrere Hundert Anrufe am Tag, es werden immer mehr…und DAS wird teuer!“ Genauso wurde auch einem meiner Mandanten gesagt „ja, kostet 350 Euro, aber da kommen noch weitere Kosten auf sie zu…!!!“ Na klar! Da wird in Kameras gegrinst „ja, das ist eine juristische Grauzone“ um medienwirksam die Panik weiterzuschüren…dabei gibt es lediglich noch keine Urteile zu dem Thema und nur ein komplett daneben liegendes Urteil aus Leipzig. Grauzone .. nein, nur bislang nicht entschieden. Der Abwehranwalt erklärt aber auch nicht im Schwerpunkt, warum das nicht so schlimm sein kann und dass rechtlich als auch tatsächlich erst einmal eine Menge (!) Nachweise erbracht werden müssen, damit die Forderung von 250,00 Euro überhaupt verlangt werden kann. Nein, da wird sich hinter wagen Äußerungen versteckt – um sich zum einen nicht festlegen zu müssen und um natürlich weiter auch selbst mit der Angst Geld zu verdienen!

Nur mit der Angst wird das Geschäft auch für ihn rund. Kann es sein, dass deswegen auch Interviews vom Abmahnungsabwehranwalt mit dem Massenabmahner gemacht werden? Da wird Öl ins Feuer gegossen, dass die Leute nicht mehr schlafen können weil auch noch beide Seiten – für den juristischen Laien ganz klar- versichern „ja, DAS war erst der Anfang, da kommt noch mehr“! Mal ein Hinweis auf die Zulässigkeit von Privatkopien? Fehlanzeige! Einmal genau hinterfragen, wie die Technik hier funktionieren soll? Selbst Urmann sagt dazu

(Zitat im Original) „Fragen Sie mich nicht zu den technischen Details, aber auf Wikipedia ist nachzulesen, dass nach dem Anschauen eines solchen Streams nachher die gesamte Datei im temporären Ordner auf der Festplatte liegt.“ Ich selbst habe diesen Sachverhalt nicht überprüft,:“

Ach ja. Der Herr mahnt ab und weiß nicht mal warum? Natürlich, es geht um das Geschäft mit der Angst! Wen interessiert denn da die Technik? Mit der kann man auch kein Geld verdienen! Nur gut, dass der Abmahnungsabwehranwalt noch nachschiebt in einem Update, dass „Strafanzeigen gegen Urmann bislang im Sande verlaufen seien“. Ist ja auch wichtig für den Abgemanten zu verstehen – so kam es bei einem meiner Mandanten konkret an – „… dass man hier nichts erreichen kann, selbst wenn man sich wehrt!“.

Die Gutgläubigen sehen sich dann natürlich schon mit einem Bein im Knast! Und zahlen jeden Ablass, der verlangt wird, nur um Ruhe zu haben. Da denkt keiner nach- das muss von Tisch! Da nützt es auch nichts, wenn Abmahnungsabwehranwälte später schreiben „Naja, eigentlich ist diese Abmahnung juristisch gesehen völliger Unfug“ – die Angst ist DA! Ziel erreicht!

Urmann sagt ja selbst in diversen Interviews, dass er über 500 Anrufe am Tag hat – alles Sofortzahler, nicht wahr? Die wollen „die Angelegenheit schnell bereinigen…gut so, denn DAS ist erst der Anfang!“

Die Menschen sind nachweislich verschreckt! Die wollen nur „da raus! – Die zahlen alles und die tun alles, damit sie nicht kriminalisiert werden! Nun, nicht alle- aber für die 20% „Sofortzahler“ reicht das. Und die wollen auch „die guten Abmahnungsabwehrer“ erreichen. Denn auch hier ist es das große Geschäft mit der Angst! Ein Kollege berichtete, was ihm einer seiner Mandanten erzählte. Man könnte es schon „Abmahnungsstrich“ nennen: „..wir bearbeiten 10 Ihrer Abmahnungen für 500 Euro“. Ja, da gibt es Mengenrabatt! Kein Wunder, denn die Massenantwortschreiber benutzen auch Textbausteine und kaum einer macht sich die Mühe, genauer zu hinterfragen- es sei denn es könnte ein PR-trächtiger Gerichtsfall draus werden. Andernfalls ist es auch hier ein Massengeschäft mit der Angst! Und nur die Masse machts! Da zählt clevere Logistik mehr als anwaltliches Können – sonst kann man an „250-Euro-Abmahnungen“ ja auch nichts verdienen.

Hauptsache, die Abgemahnten haben ANGST – dann läuft das Geschäft.

 

2) Die Lüge muss nicht mal gut vorbereitet sein.

Nun kommen wir „zur Größe der Lüge“ – eigentlich ist es ganz simpel: Ich nehme mir einen Gutachter, der mir IP-Adressen zu einem Film sammelt, ich habe einen Mandanten, dem der Film gehört und der Techniker muss nur noch eine Methode finden, mit der er technisch nachweisen kann, wie es funktioniert, dass der Nutzer den Film „gerichtsverwertbar bewiesen geschaut hat“ (was er angeblich nicht durfte).

REICHT!

Ja, es klingt verblüffend, aber für eine Glaubhaftmachung durch eidesstattliche Versicherung in Sachen Filesharing habe ich schon wüstere Sachen gesehen, da wäre ein Vorgehen wie das beschriebene schon ein „perfekt vorbereiterer Antrag“.Es gab Anträge, da stand nur drin „hat die Datei 1234.avi am 12.12.12. um 10.00h hochgeladen, der Unterzeichnete hat den gesamten Film gesehen und kann bestätigen, dass….“ So ein Antrag geht durch, auch wenn für genau den gleichen Tag im gleichen Antrag 25 Filme angeblich durch den Gutachter geschaut wurden. Und das bei einer Filmlänge von über 2 Stunden. Ein Mancher sagt jetzt „Moment! 25 mal 2 Stunden… an einem Tag?“ Nein, es fällt nicht auf, dass da was nicht stimmt!

Ich habe bei einigen Anträgen sogar mal die Zeit zwischen Gerichtsterminen genutzt, um mit Richtern zu sprechen, deren Unterschriften unter den Beschlüssen standen. Ich wollte Aufklärung betreiben, warum einige Beschlüsse niemals hätten erlassen werden können – ein großes Beispiel „die Elcombe- Nahrungsmittelporno-Abmahnungen“. Die eidesstattlichen Versicherungen des Technikers hatte ich sogar gesammelt und konnte Hochrechnungen machen und nachweisen, dass die nicht stimmen konnten. Sagte man zu mir „wieso machen Sie sich die Mühe? Sie sind doch nicht betroffen.“ Als ich erklärte, dass mir doch anders würde, wenn ich sähe, dass man mit einem gezielten Blick hier erkennen konnte, dass die Anträge das Papier nicht wert waren, auf denen sie standen. Da sagt man zu mir „die Zeit, die ich für diese Sachen bekomme, kann ich auf andere Akten verwenden“. Ja, aber wenn die eidesstattlichen Versicherungen nun falsch sind? „Ja, da kann ich ja auch nichts machen, ich kann ja nicht prüfen, ob die richtig sind, …das hat Jemand an Eides statt versichert und dann kann und muss ich mich darauf auch verlassen…. Wenn die nicht richtig sind, dann ist das ein Fall für die Staatsanwaltschaft.“

Nun, keine weitere Fragen, Euer Ehren.

Und DAS wurde ja nun auch eindrucksvoll bestätigt durch die Beschlüsse, in denen Copy/Paste die Textbausteine zu den Filesharing- Beschlüssen in die „Streaming- Beschlüsse“ eingebaut wurden. Und NIEMANDEM ist das aufgefallen.

In der Haut der Pressestelle möchte ich nicht stecken, muss diese nun doch versuchen zu erklären, „dass ja doch einige Beschlüsse nicht durchgingen, man ja doch sorgfältig war, es seien Ausnahmen gewesen…“ 

Nun, es waren nach der Presseerklärung „über 90 Verfahren“ mit „jeweils ca 1000 IP-Adressen“. Und es gingen genug Beschlüsse durch, um nach ersten Schätzungen nun über 50.000 Abmahnungen (über fünfzigtausend !) zu verschicken. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es dann auch noch 100.000 werden!

 

3) Die Größe machts!

Tja, und wenn so viele Abmahnungen unterwegs sind, dann fragen sich alle „ist da nicht doch was dran?“

Ich stelle die Gegenfrage: UND WENN NICHT? Was ist, wenn das alles nur ne Riesenverlade ist?

Es gibt keine „Nachweise“ und keine „Strafbarkeit“ und auch nach § 44a UrhG werden die Abmahnungen nicht haltbar, sogar nach § 97 a Abs. 2 Nr. 4 UrhG unwirksam sein!

Was dann?

Bis das durch Gerichte bestätigt und geprüft der Fall ist, ist schon einmal ein Jahr herum. Also würden wir uns Weihnachten 2014 zu diesem Thema nochmals treffen und Revue passieren lassen: Ja, das war nix!

Dann haben aber schon mal 20% der 50.000 (wenn es dabei bleibt, aber nur mal angenommen!) gezahlt. Das macht 10.000 mal 250,00 Euro gleich 2.500.000 Euro. Zweikommafünfmillionen !!! Und das ist ja – wie oben beschrieben – nur die Untergrenze dessen, was bei 20% Sofortzahlern herumkommt. Ist also schon vielleicht doch noch „etwas“ mehr…

Zweikommafünfmillionen! Dafür kann man mal das Landgericht Köln lahmlegen mit Beschlüssen, die überarbeitete Richter, die zu viel zu tun haben und einfach kein Personal nachbesetzt bekommen, einfach mal durchwinken (Ist eigentlich irgend einem schon mal aufgefallen, dass alle Beschlüsse in der Hochsommerzeit gestellt worden sind, wenn das Gericht ohnehin unterbesetzt ist wegen Ferien?)

Zweikommafünfmillionen! Dafür kann man auch mal ein rechtspopulistisches Urteil als „das ist die Wahrheit“ verbreiten und 50.000 ahnungslosen Bürgern, die bis zum Tag der Abmahnung noch nie von der Seite Redtube gehört haben, auch mal nen Schrecken einjagen. (Selbst ICH hatte vorher nie von dieser Seite gehört und ich bin schließlich von Berufs wegen jeden Tag stundenlang im Internet! Und auf einer Seite, die keiner kennt, sollen so viele Nutzer so viele Pornos geschaut haben? Ahja! Bei den hier vorliegenden Abmahnungen kannte KEINER der Nutzer oder der Familien „Redtube“.)

Zweikommafünfmillionen! Dafür kann man dann auch mal der meißtgehasste Anwalt in Deutschland sein, denn WEN interessiert es denn?

Zweikommafünfmillionen! Da ist der Lear-Jet mit der Nase in Richtung Süden geparkt!

Und wenn alles so kommt, dass nach dem neuen Gesetz die Abmahnungen unwirksam sind und alle Abgemahnten die Anwaltskosten zurückfordern, die ihnen entstanden sind?

Tja, die Kanzlei U+C ist „leider“ nun umfirmiert in eine RechtsanwaltsGmbH – mit anderen Worten die haftet nur bis 25.000 Euro und dann ist Feierabend! (Wie gesagt: Zweikommafünfmillionen wäre dann auch die mindeste Gegenforderung! …naja, da kommen dann noch die Gerichtskosten etc dazu…)

Dann wird die Kanzlei aufgelöst und der Spuk hat ein Ende. Im worst case Szenario läge ich dann aber schon längst auf den Malediven und würde über WLAN die News aus Deutschland abfragen.. wo bestimmt einer ne noch dickere Lüge versucht zu verkaufen…

Ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn es wieder einer schafft….

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    18 Kommentare
    1. Ralf / 14 Dez 2013

      ENDLICH mal Jemand, der sich wagt, DAS zu sagen! Alle drücken sich nur! Die machen nur Panik und dabei ist NICHTS dahinter! Die Abmahner und auch Herr *** sollten sich was SCHÄMEN, immer so eine Panik zu verbreiten und uns kleinen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen! ICH werde NICHTS ZAHLEN! GAR NICHTS! Die sollen mir erst mal Beweise vorlegen, vorher wird das Schreiben verbrannt!

    2. Ingo Eberhard / 14 Dez 2013

      Ihr Beitrag ist mit Abstand das Beste, was ich seit Beginn der Streaming-Abmahnwelle zu dem Thema lesen konnte. Vielen Dank.

    3. Super / 14 Dez 2013

      Ich kann mich nur anschließen. ENDLICH
      Herzlichen Dank für diesen Beitrag.

      Für mich beleibt aber immer noch eine Frage:
      Warum gehen Aufsichtsbehörden und/oder Kammern nicht gegen diese Anwälte vor?

      • admin / 14 Dez 2013

        …ich denke, weil die Aufsichtsbehörden und Kammern sich an die Gesetze halten müssen… und noch kann man da nicht viel machen… noch nicht! :-) Hoffen wir das Beste!

    4. revoluzzer / 14 Dez 2013

      Respekt für den Text! Wird gerne und mit besten grüßen geteilt. Grüße aus brb

    5. Gratulation / 14 Dez 2013

      Der beste Beitrag zu diesem Thema in den letzten Tagen!

    6. N. M. F. / 14 Dez 2013

      Ich bewundere Sie für diese derzeit einzigartige, treffende Glosse über diesen neuen widerwärtigen Hype im millionenzockenden deutschen Abmahnungs-Absurdistan. Sie machen Ihrer Berufsbezeichnung damit alle Ehre, auch wenn Sie sich damit sicher nicht bei allen Standeskollegen beliebt machen …

      Ihre These zur „Glaubwürdigkeit der großen Lüge“ hatte ich vor Jahren in anderem Zusammenhang postuliert. Ein früherer Nachbar hat es damals mit Horizontalbohrgeräten eindrücklich demonstriert.*)
      Nun, wenigstens hat er nicht einfache Leute in Angst und Schrecken versetzt und um ihr Geld gebracht, sondern „nur“ Banken und den Fiskus.

      Besten Gruß aus dem Süden
      NMF

      (*) Für Interessierte: „…als „Big Manni“ noch „Big Money“ machte“ (http://www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de/6337.html))

    7. KK / 15 Dez 2013

      Danke für den Beitrag!

    8. Flitzzzepiepe / 15 Dez 2013

      Sorry, aber irgendetwas verstehe ich hier nicht so ganz!
      „Beide Staatsanwälte aus Essen hatten mir telefonisch bestätigt, dass am 12.10.2007 keine Daten über meinen Mandanten vorlagen, die Abmahnung war datiert (!) auf den 10.10.2007,
      die Einstellung des angeblichen Verfahrens meines Mandanten erfolgte angeblich am 23.10.2007. Dennoch stellte die StA Regensburg ein.“

      Datum 12.10.2007 und 10.10.2007!

      Dann…
      Screenshot der Einstellungsmitteilung der Staatsanwaltschaft Regensburg: mit Verfügung vom 07.01.2007 gemäß .. eingestellt.

      Am 12.10.2007 keine daten vorgelegen wenn Verfahren schon am 07.01.2007 (ca. 10 Monate früher) eingestellt wurde?
      Bin ich besoffen oder was

      • admin / 15 Dez 2013

        Hallo Flitzzzepiepe,

        nein, Sie sind nicht „besoffen“! So sorgfältig prüft und bearbeitete die Staatsanwaltschaft Regensburg nach 3 Monaten „Liegenlassen“ die Anzeige – es ist offensichtlich ein Tippfehler, denn die haben im Januar 2008 (!) eingestellt! Und man beachte auch die Rechtschreibfehler wie „Prono“ statt „Porno“… aber ist ja auch egal, schließlich wurde eingestellt, da ja „offensichtlich nicht ohne berechtigte Interessen“ von der Kanzlei abgemahnt wurde. Aber darum ging es nicht, ich hatte KUW angezeigt wegen des Verdachts des Betruges, Datschschutzverletzungen etc. Die Einstellung zeigt dafür umso plastischer, wie wenig ein offenkundiger Fall mit wenigen Sätzen lapidar eingestellt wurde.

    9. Pingback: nicht mehr lohne… update (2) | Kritik und Kunst

    10. Epaminaidos / 16 Dez 2013

      DANKE! Endlich mal klare Worte zu diesem Blödsinn! Jetzt passt endlich alles zusammen. Habe kurz vorher folgendes Blog gelesen: http://blog.kowabit.de/porno-sein/
      Da wird sehr schön beschrieben, dass die beteiligten Firmen (Rechteinhaber und Anbieter der Überwachungssoftware) erst im März gegründet wurden und dass die beiden Webseiten offensichtlich von der gleichen Person angelegt wurden.
      Es passt einfach alles: Mitnehmen, was geht und dann ab in die Karibik!
      Vielleicht könnte man noch einen ähnlichen Artikel zur Rolle der Medien schreiben. Denn die leben ja auch von der Angst :-)

    11. Pingback: Abmahnwelle mit Fragezeichen - Web 3.0 auf Web 3.0

    12. EswarkeinwitzigerNamemehrfrei / 16 Dez 2013

      Sehr geehrte Frau Neubauer,

      Montage sind bekanntlich immer „sch….“! Ihr Text war besser als mein erster Kaffee!

      Klare Worte, kein Tamtam. Sehr schön!

      Beste Grüsse,
      RC

    13. Pingback: Pressemitteilung des ULD zu IP-Adressen–in Verbindung mit Pornoabmahnungen | Der Blog von Thomas Werning

    14. elec / 17 Dez 2013

      Ich verfolge dieses Thema seit bekanntwerden dieser Abmahnwelle. Meines achtens ist dies der besste Bericht von allen. Vielen Dank!
      Ich hoffe das es zu gunsten der Bürger ausgeht.

    15. Pingback: Das Geschäft mit der Angst – mit einer “großen Lüge” und unter Ausspielung eines überforderten Gerichtssystems kann man leicht Millionen machen! » .

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